Morgen ist mal wieder der 31. Oktober. Für die evangelischen Christen ist das der Reformationstag, für die katholischen ist es der unwichtige Tag vor Allerheiligen und für die Amerikaner ist es Halloween.
Dieses Fest, welches ursprünglich aus England und Irland kommt und von den vielen Einwanderern in die USA kam, ist vor ein paar Jahren wieder zurück über den Atlantik gekommen und ist bei vielen Leuten sehr beliebt.
Ich selbst bin ja kein so Fan von diesen amerikanischen Bräuchen (auch wenn es aus Irland kommt, ist die heutige / stark kommerzielle form wohl eher aus den USA), denn wir haben in Deutschland selbst genügend Tradition, welche logischerweise auch sehr viel weiter zurück reicht als die der USA.
Bei uns wird aber nicht jeder Feiertag oder jedes Fest voll kommerzialisiert, sodass die Kaufhäuser und Supermärkte leider jetzt schon wieder Weihnachtsgebäck und Weihnachtsmänner im Sortiment haben.
Aber auch bei uns gibt es die Tradition mit den Kürbissen. Denn schon vor langer Zeit haben die Menschen in unseren Regionen schreckliche Fratzen in die Kürbisse geschnitten um die bösen Winterdämonen fern zu halten.
Das sieht man (zumindest bei mir im Dorf) auch heute noch, wie oft ein Kürbis mit Fratzengesicht vor der Haustür steht und durch eine Kerze im inneren schaurig, böse schaut. Letztes Jahr muss das auch gut funktioniert haben – bei dem warmen Winter.
Süßes und Saures gibt’s in unseren Traditionen jedoch nicht, bzw. nicht das von Haus zu Haus gehen (dafür gibts doch den Schmutzigen Donnerstag). Manche meinen jedoch auch das bei uns praktizieren zu müssen. Naja, von mir werden sie auf jeden Fall nichts bekommen 
Früher haben wir immer den Tag vor dem Feiertag genutzt um auf eine Hütte mit der ganzen Klasse ein Fest zu machen und mal ordentlich einen zu heben. Dabei wurde zwar dann bisschen gruselig geschmückt und da die Hütte im Wald war, war es noch gruseliger, aber es war z.B. kein Kostümfest oder sonst was. Sowas finde ich ja dann noch ok, aber manche neigen ja dazu es voll auf die amerikanische Tour zu machen.
Aber eigentlich sollten doch die meisten wissen, dass nicht alles, was die Amis machen, toll ist und man auch nicht alles von denen kopieren muss.
Besinnt euch einfach mal auf eure Wurzeln und schaut nach festen, die lange deutsche/germanische/keltische/allemannische haben und feiert die. Das macht dann auch Sinn. Wer weiß, vielleicht findet sich ja das ein oder Andere, lange ausgestorbene, jedoch sehr schöne Fest wieder.
In diesem Sinne. Viel Spaß dabei