Und wieder geht eine Fastnachtskampagne zu Ende
Kurz war sie, die diesjährige Fastnacht. Doch als aktives Mitglied einer Narrenzunft hat man auch in einer solch kurzen Saison jede Menge Termine. Und natürlich immer zum Abschluss das lange Fastnachtswochenende vom (Schmutzigen) Donnerstag bis (Fastnachts-) Dienstag, also heute.
Zum ersten mal seit drei Jahren konnte ich auch wieder an allen Terminen teilnehmen. Denn die letzten zwei Jahre war ich leider Verhindert durch die BA oder durch die Arbeit. Deshalb hab ich mich schon im Voraus sehr auf diese sechs wilden Tage gefreut. Auch wenn ich meine letzten Urlaubstage für die nächsten drei Monate nur mit energieraubenden Aktionen verbracht habe, hat’s wieder viel Spaß gemacht.
Angefangen letzten Donnerstag, dem schmutzigen Donnerstag, um 6.00 Uhr in der Früh: Ein langer Marsch durch das Dorf mit großen Schiebe-Ratschen, die ordentlich Krach machen, um das Dorf aufzuwecken. Danach das traditionelle Sammeln im Dorf und abends noch einen netten Ausklang mit ein bisschen Party auf der Freinacht in Oberkirch (Achtung: in Oberkirch ist es sehr wichtig, dass man eine sehr teure Holzmaske dabei hat, sonst muss man Eintritt bezahlen. Auch selbst gebastelte Papiermasken werden nicht akzeptiert, auch wenn es das vorher heißt. Scheinbar hilft es auch, wenn man was grünes trägt, denn der vom Eintritt musste in Biberach am Umzug auch keinen Eintritt bezahlen und er meinte das liegt daran, weil er Grün trägt)
Am Freitag war dann der 25. Hexenball der Rappenlochhexen. Leider konnte ich den tollen Abend nicht genießen, da ich – wie in den letzten Jahren schon – hinter der Theke stand und die Leute mit Flüssigkeit versorgt hab.
Nach der langen Nacht vom Freitag, war dann am Samstag um 12 Uhr mittags Abfahrt nach Biberach zum Umzug. Das Wetter war toll und es war auch insgesamt ein sehr toller Tag.
Am Sonntag haben wir uns in die weite Ferne begeben: Nach Marxzell-Schielberg, das ist irgendwo um Karlsruhe drum rum. Nachdem wir nach langer Suche in dem kleinen Ort dann auch die Fastnacht gefunden hatten, war’s auch dort ganz gut. Anscheinend muss ich auch irgendwie am besten vorbei gelaufen sein, denn manche haben richtig geschwärmt.
Gestern war Rosenmontag und deshalb auch wieder der alljährliche Rosenmontagsumzug in Oppenau. Leider hat’s geregnet, aber die Stimmung war trotzdem echt super.
Und heute haben wir dann den riesigen Nußbacher Dorfumzug bewältigt. Unzählige Besuchermassen haben den endlos scheinenden Umzug betrachtet. Heute Abend fand die traditionelle Hexenverbrennung statt. Doch vorher gab es noch einen Fackelumzug bei dem die angeklagte Hexe dem Dorf vorgeführt wurde. Anschließend kam sie auf den Scheiterhaufen und wurde verbrannt. Keine Angst, die Hexe war natürlich nur aus Stroh, bzw. mit Stroh ausgestopft.
Tja, da war jede Menge los. Und das waren nur die letzten sechs Tage.
Am Wochenende davor haben die Rappenlochhexen ihr 33-Jähriges Bestehen gefeiert. Freitags in geschlossener Gesellschaft und am Samstag bei der alljährlichen Fastnachtseröffnung. An beiden Abenden stand ich auch auf der Bühne, sogar mehrmals. Da ging wieder richtig was ![]()
Ach ja, am Tag darauf ließen wir uns noch – wie jedes Jahr – über den Oberkirch Umzug jagen. Aber wir haben es natürlich verstanden das ganze etwas gemütlicher zu gestalten und haben einfach versucht einen neuen Stempelrekord aufzustellen. Das sah dann ungefähr so aus wie auf diesem Bild auf Offenburg:
Auch ich bin da ein bisschen zu sehen, wenn man weiß, wie ich aussehe
So, genug von der Fastnacht, denn sie ist eh rum. Mal sehen was nächste Woche der neue Theorie-Block bringt.
Piäs!