Da war wohl diese Rede vor 3 Tagen wieder nur blanker Hohn und typisches Politikerverhalten.
Gestern hat der Bundestag die Änderung des Jugendschutzgesetzes mit einer Stimmenmehrheit durch die Koalition abgesegnet. Im News-Artikel von heise.de heißt es, dass Spiele, die “besonders realistische, grausame und reißerische Gewaltdarstellungen und Tötungshandlungen beinhalten, die das mediale Geschehen selbstzweckhaft beherrschen” mit “weitreichenden Abgabe-, Vertriebs- und Werbeverboten” belegt werden.
Zudem müssen die Aufkleber mit der Alterseinstufung vergrößert werden, sodass die Altersfreigabe sofort erkenntlich ist.
Naja, da werden wohl nun eine ganze Latte Spiele in Deutschland nicht mehr verkauft werden. Und natürlich darf dann auch keine Werbung mehr dafür gemacht werden. Ist ja schon schade. Nun werden alle, die die Spiele trotzdem spielen wollen, dazu gezwungen sich eine Raubkopie aus dem Internet zu laden oder das Spiel irgendwie aus dem Ausland rein zu bekommen. Egal was sie machen, es ist verboten.
Dabei wäre es sicherlich wichtiger nicht die Spiele zu verbieten, sondern dafür zu sorgen, dass sie auch wirklich nur von Leuten gespielt werden, die über 18 Jahre alt sind. Die Opposition appelliert an die Medienkompetenz der Eltern. Ich denke die können wirklich schon viel dazu beitragen. Und auch die Einhaltung der Altersbeschränkung beim Verkauf ist sehr wichtig. Wenn an jugendliche Alkohol und Zigaretten verkauft werden, dann sicherlich auch Spiele, für die sie noch zu jung sind.
Als Schlussfolgerung kann ich dann nur noch sagen: Tschüß Crytek!
Die wohl erfolgreichste Spieleschmiede in Deutschland, welche revolutionäre First-Person-Shooter entwickelt, die weltweit äußert erfolgreich sind, hat angekündigt Deutschland zu verlassen, wenn das angekündigte Verbot umgesetzt wird. Nun ist das Verbot aktiv. Ich denke also, dass Crytek schon bald umziehen wird. Sicherlich noch vor erscheinen von Crysis 2.
Als Option wurde z.B. Ungarn genannt. Denn Crytek betreibt schon eine Zweigstelle in Budapest. Der Zukünftigen Heimat von Crytek kann man im Voraus schonmal für den Erwerb eines tüchtigen Steuerzahlers gratulieren. Ich denke die schmeißen einiges ab.
Wo ich grad bei Steuern bin. Der Herr Finanzminister kann ich ja schonmal überlegen wo er in Zukunft das Geld her bekommt, das durch die Umsatzsteuer auf den “Killerspielen” bisher eingemommen wurde.