Vorweg möchte ich sagen, dass auch ich die heutigen Geschehnisse von Winnenden äußerst schrecklich und dramatisch finde. Solche Taten sollten durch vorbeugende Maßnahmen verhindert werden können.
Und damit kommen ich auch schon zum Punkt. Selbstverständlich hat die Polizei die Wohnung des Jungen durchsucht. Wie in diesem Artikel auf sueddeutsche.de zu lesen ist, hat die Polizei auch den Computer mitgenommen. Man wolle ihn auf Gewaltspiele untersuchen. So werden die Spiele gleich wieder zum erstbesten Verdächtigen.
Schwätzer der Nation Nr. 1, BILD.de, hat gleich diesen tollen Artikel hier veröffentlicht. BILD bringt die alte Diskussion gleich wieder ganz oben drauf. Und schreibt von Studien, die den Zusammenhang zwischen Gewaltbereitschaft und den (verzeit dieses Unwort) “Killerspielen” eindeutig belegen. Erwähnung von Studien, die keinen Zusammenhang feststellen konnten sind ausgeschlossen.
Werden wirklich Speile gefunden, ist das Thema schon so gut wie erledigt. Die Spiele waren’s. Erfurt, Emstetten, dann Winnenden. “Immer der selbe Hintergrund” wird man sagen.
Aber sollte man sich nicht auch fragen, wie es passieren konnte, dass ein Junge an eine solche Waffe kommt? Der Vater des Täters war im Schützenverein und hat eine Waffe unverschlossen daheim rum liegen??? Ist das nicht auch Vernachlässigen der Aufsichtspflicht?
Der Schütze aus Erfurt war selbst im Schützenverein. Und Sebastian B. aus Emstetten konnte Waffen über das Internet kaufen. Auch nicht gerade vorteilhaft…
Ich finde weiterhin, dass man die Schuld nicht allein auf irgendwelche Computerspiele schieben sollte. Und sie schon gar nicht verbieten. Das hindert die Leute nicht daran sie dennoch zu spielen. Ob jetzt nur das Herunterladen oder das Spiel selbst auch illegal ist, wird für die meisten keinen Unterschied machen.
Auf jeden Fall bin ich schon sehr gespannt, ob Spiele gefunden werden und ob es dann wieder zur heißen Diskussion kommt. BILD hat ja schonmal damit angefangen.
Was man auch noch beachten sollte: Alle drei Amokläufer haben Brot gegessen…