Werners Blog

Aus dem Leben eines Werners


Morgens um 4.39 Uhr…

geweckt zu werden ist ja schonmal nicht so angenehm. Und dann auch noch so ne Hektik. Ich wurde gestern von dem lauten Geräusch meines Funkmeldeempfängers geweckt. Der erste Gedanke “Ist das der Piepser?” wurde von der anlaufenden Sirene bestätigt. Also irgend ne Hose&T-Shirt suchen und ab ans Feuerwehrhaus. Obwohl ich mir so langsam vorkam, war ich dennoch der erste und schloss erst mal auf und öffnete das Tor. Dann rein in die Feuerwehrklamotten. Gebäudebrand hieß es. Also Atemschutz vorbereiten. An der Einsatzstelle rüsteten wir uns vollständig aus. Es brannte an einem halbfertigen Haus im Neubaugebiet, außen direkt unterhalb vom Dack. Der Brand war zum Glück noch in der Entstehung, sodass mein Angriffstrupmann und ich die Flammen schnell bekämpfen konnten. Ein zweiter Trupp des oberkircher Löschzugs unterstützte uns. Anschließend begutachtete der Einsatzleiter die Brandstelle und der Trupp aus Oberkirch rückte ebenfalls vor. Nun galt es den Glutherd zu finden und freizulegen, sodass es sich nicht nochmals entzünden konnte. Die schöne Isolierung musste also runter. Nachdem bei den Oberkirchern die Flaschen leer wurden, lösten wir sie ab und machten weiter. Mit einer Wärmebildkamera wurde zwischendurch die Temperatur in der Wand gemessen.
Anschließend wurden auch wir abgelöst. Da genug Leute da waren, konnte ich wieder nach Hause gehen, sodass ich noch ganz regulär zur Arbeit kommen konnte. Denn für meine Diplomarbeit brauch’ ich ja jede Stunde :)
Dir Ursache des Brandes wird noch ermittelt, es gibt schon vermutungen, die müssen aber noch bestätigt werden. Ein Kurzschluss war es schonmal nicht, denn das Haus hat noch gar keinen Strom :)

Gebäudebrand gerade noch verhindert worden

Am Samstag nachmittag saß ich mit meinen Eltern gerade auf dem Balkon, habe Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. Plötzlich heulte die Feuerwehrsirene auf.
Ich bin sofort vom Stuhl aufgesprungen und in Richtung meines Zimmers gerannt. Dort hab’ ich mich nochmal am “Piepser” vergewissert, dass wirklich ein Einsatz ist. Auch dieser sagte mir: “Einsatzalarm Abteilung Nußbach” (echt immer wieder lustig, wenn das Teil redet).
Schnell bin ich in Hose und Stiefel gesprungen und los gerannt. Als vierter kam ich an der Feuerwehrgarage an. Hab Jacke, Helm und Handschuhe geschnappt, mich ins Auto gesetzt und das Zeug angezogen. Der Kommandant saß schon am Funkgerät und frage die Leitstelle nach genaueren Infos. Dann sagte er nach hinten “Gebäudebrand, Ökonomiegebäude, mit Atemschutz ausrüsten, sofort!” (weiterlesen…)

Einsatz um Zwei – Ich war dabei

Vergangene Nacht, so gegen zwei Uhr, wurde ich von einem schrecklich jodelden Tuten geweckt. Nachdem mein Pieper dann auch noch anfing zu sprechen und “Einsatzalarm” sagte, merkte ich sofort: Feuerwehr-Alarm, da muss es brennen. Da es bei uns nämlich verschiedene Einsatzgruppen gibt, werde ich eigentlich nur bei einem Brand-Einsatz alarmiert. Im Gleichen Augenblick hörte ich auch schon durch das gekippte Fenster die Sirene aufheulen (ja, bei uns gibt es auch noch Feuerwehr-Sirenen), was ebenfalls fast nur noch bei Brand-Einsätzen geschieht.
Auf jeden Fall bin ich auf gestanden, Sachen angezogen und auf zum Feuerwehr-Haus gerannt.
Es war mein erster richtiger Einsatz und ich war schon ein wenig aufgeregt. Bei uns ist ja selten was los – zum Glück.
Erste Info war: Ein Zelt brennt auf dem Gelände einer Außerorts angesiedelten Gärtnerei. Wir sind dann mit unserem 37 Jahre alten Roten Blitz los gefahren und trafen auch als erster dort ein. Von Feuer war jedoch nichts zu sehen.
Ich möchte hier keinen mit Details langweilen: Es haben mehrere Personen (so wie ich hörte Jugendliche), auf einem Feld gezeltet, mit Lagerfeuer. Irgendwie muss dann das Zelt in Flammen geraten sein und eine Person wurde durch die Flammen verletzt.

Also Kinder, immer aufpassen, Lagerfeuer sind gefährlich und so ein Zelt brennt mal ganz schnell!
Ich war eigentlich ganz froh, dass die Geschichte so schnell über die Bühne ging. Gelöscht haben wir nicht, das haben andere für uns gemacht. Und so war ich dann auch um 3 schon wieder im Bett.


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