Werners Blog

Aus dem Leben eines Werners


Liebe für alle in Stuttgart

Gestern waren wir in Stuttgart. Rammstein war zu Gast auf ihrer Tour “Liebe ist für alle da”. Da wir es auf uns genommen haben, über 2 Stunden vor der Halle zu stehen, hatte wir super Plätze. Gerade mal 10m von der Bühne entfernt. Oder vielleicht auch noch etwas näher.
Zuerst kam mal die Vorband “Combichrist”. Ich glaube deren Musik hat den wenigsten in der Halle Gefallen. Und die Schleyer-Halle ist groß… Es war im Prinzip eine sehr schnelle Elektro-Musik, mit richtig Rums und Druck, aber dazu ein schreckliches gegrunze des Sängers. Die zwei Drummer waren ja schon beeindruckend. Aber irgendwie war es recht monoton.

Um 21 Uhr fing dann endlich Rammstein an zu spielen. Eröffnet wurde mit dem “Rammlied”, welches auch das erste Lied auf dem neuen Album ist. Dann folgte ein mix aus vielen neuen und auch ein paar alten Liedern. Insgesamt war es einfach spitze. Und vor allem: Die Show! Rammstein ist ja bekannt für seine genialen Bühnenshows. Natürlich gab es wieder viel Feuer. Sehr viel Feuer. Und auch eine sehr bunte Lichtshow.
Das indizierte Lied “Ich tu dir Weh” wurde dann gestern gar nicht mehr gespielt. Bisher lies es Till Lindemann (Sänger) vom Publikum singen bzw. hat die zweie Strophe umgedichtet. Gestern wurde nun “Asche zu Asche” als Ersatz gespielt. Mit einer ähnlichen Bühnenshow. Nach 110min., inkl. zwei Zugaben, war der Spuk vorbei und Till hat sogar ein paar Worte gesprochen (kommt ja auf Konzerten nicht so oft vor).
Naja, beschreiben kann man das ganze irgendwie schlecht. Das muss man einfach gesehen haben. Ich hoffe, dass es von dieser Tour auch eine DVD geben wird. Denn zu Rock am Ring wird es mir nächstes Jahr wahrscheinlich nicht reichen :( Aber vielleicht geh’n sie ja mal wieder auf Tour.

Hautnah bei Udo Lindenberg

Durch das zusammenkommen von ein paar glücklichen Umständen hatte ich am Montag Abend die Gelegenheit bei dem SWR3 Hautnah-Konzert von Udo Lindenberg beizuwohnen. Wer’s nicht kennt: SWR3 veranstaltet hin und wieder Konzerte mit relativ wenigen Gästen. Dieses mal waren es etwa 250. Dazu noch die Presse und der ein oder andere Sondergast, also ich schätze ca. 300 Leute.
Und ich war auch dabei – Hautnah (naja, fast, war relativ weit hinten, aber es waren ja eh nicht so viele Leute). Eigentlich ist die Musik von Udo Lindenberg ja nicht so ganz mein Fall. Aber für umsonst, hab ich mir das gern angesehn. SWR3 hat für das Hautnah-Konzert das Theater in Baden-Baden als Location gewählt. Das Theater Baden-Baden ist schon recht alt, sieht aber sehr schön aus. Vor allem von innen. Und das Theater hat eine Akustik, das ist der Wahnsinn.
Udo Lindenberg und das Panik-Orchester haben dann in diesem Theater mit der tollen Akustik fast 2,5 Stunden lang Gas gegeben. Ich muss sagen, die Band hat’s echt drauf. Die haben z.T. ganz schön gerockt. Und auch die Background-Sängerinnen haben ein gutes stimmliches Talent.
Das erste Lied, das Udo Lindenberg gleich zu beginn des Hautnah-Konzerts gespielt hat, hat mir eigentlich am besten gefallen. Es heißt “Woddy Woddy Wodka”. Jedoch gefiel es mir nicht wegen des Titels oder des Inhalts, sondern rein von der Musik her. Das gedudele von Udo Lindenberg habe ich dabei etwas ausgeblendet und mich auf die tolle Kombination von straffen E-Gitarren, hämmerndem Schlagzeug und ein paar Orgeltönen aus dem Synthesizer konzentriert.
Doch auch das ein oder andere folgende Lied von Udo war ganz nett. Es gab auch das ein oder andere Duett mit einer Backgroundsängerin. Diese singt er eigentlich mit anderen Künstlern, aber die waren bei dem Hautnah-Konzert natürlich nicht dabei.
Also ich muss sagen, insgesamt war es ein schöner Abend. Auch wenn ich dadurch nun immer noch kein Udo Lindenberg Fan geworden bin, fand ich es dennoch recht gut. Und ich hoffe, dass sich eine ähnliche Gelegenheit auch einmal bei einem anderen Künstler bietet. Am besten natürlich mit etwas rockiger Musik, denn die kommt einfach klasse in dem Baden-Badener Theater. Schade, dass SWR3 nie was von Rammstein spielt, die wären hautnah bestimmt der bringer :cool:

Es wurde eng. [update]

Am gestrigen Freitag Abend war ich mit meiner Freundin und ihrem Bruder auf dem Ärzte-Konzert in der Freiburger Rothaus-Arena. Passend zur Situation in der Halle heißt die Tour: Es wird eng.
Und eng war es auch. Denn 9000 Leute waren in der Halle. Und wenn 9000 Leute anfangen sich zu bewegen, entstehen schon ziemliche Gewalten so wurden wir am Anfang ziemlich stark durch die Gegen gedrückt. Wir sind dann freiwillig etwas weiter nach hinten, wo wir das Konzert auch genießen konnten, denn dort war es etwas ruhiger.
Insgesamt fast drei Stunden haben Bela, Farin und Rod dann in die Saiten bzw. auf die Trommel gehauen und dabei Lieder aus ihren Anfängen bis zum aktuellen Album gespielt.
Farin Urlaub machte auch Bekanntschaft mit dem Nationalstolz der Badner. Denn er las auf einem Bierstand am Ende der Halle “Rathaus” statt “Rothaus”. Die Menge protestierte erst mit Buh-Rufen und dann mit korrigierenden Rothaus-Sprechchören. Das hätte dem Herrn Schäuble (dem Bruder vom Wolfang, also dem Geschäftsführer von Rothaus) sicher gefallen :)
Den Rathaus-Witz haben die drei dann immer wieder in ihre Ansprachen und auch in ihre Texte mit eingebaut. Wie man es eben von dieser genialen Spaß-Punk-Band gewohnt ist. Und am Ende stand Rod mit einem Tannenzäpfle auf der Bühne. Der wusste wenigstens was gut ist :)
Insgesamt ein sehr erfüllender Abend, auch wenn wir drei hinterher total kaputt waren hat es sich auf jeden Fall gelohnt!

Mittlerweile haben schon mehrere fleißige Digicam-Filmer bei Youtube Videos hochgeladen. Eines möchte ich hier mal zur Demonstration der Rothaus-Liebhaberei zeigen :)


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