Werners Blog

Aus dem Leben eines Werners


Anderer Vorschlag für das Unwort des Jahres: Killerspiele

Ich weiß, dass ich damit zwei Tage zu spät bin, aber trotzdem:

“Herdprämie” ist zwar kein besonders nettes Wort, aber ich finde “Killerspiele” wäre ein viel besseres Unwort gewesen. Immerhin war auch dieses Wort 2007 sehr aktuell und dazu ist das Wort der reinste Blödsinn. Also ist es geradezu prädestiniert das “Unwort des Jahres 2007″ zu werden.
Killerspiel ist doch eigentlich eh eine totale Falsch-Definition. Genauso wie “Raubkopierer”, was laut c’t jurisitisch nicht korrekt ist (selbst haben sie es wiederum von einem Juristen erfahren. Das ganze war mal irgendwo abgedruckt, ich glaube 2006).

Laut dem Lexikon von wissen.de ist ein Killer:

Kil|ler m. 5, ugs.: jmd., der gegen Bezahlung Menschen tötet

© Wissen Media Verlag

Also wäre höchstens Hitman ein Killerspiel. In einem Land, das sonst alles im Beamtendeutsch so streng bezeichnet, sollten die Spiele also eher “gewaltdarstellendes Computerspiel, in dem es die Aufgabe des Spieles ist virtuelle, also nur im Computerspiel exisiterende, meist in Anlehnung an die Bewegung von Lebewesen animierte Objekte abzuschießen”
Da aber viele Politiker wohl nicht über den Intellekt verfügen, um solche Definitionen zu schaffen, nehmen sie lieber ein Unwort wie “Killerspiel”. Wenn sie’s doch wenigstens “Ballerspiel” nennen würden, das würde ja noch einigermaßen zutreffen. Auf jeden Fall haben die Herren Volksvertreter wohl immer noch nichts von der Bezeichnung “First Person Shooter” gehört. Und wenn, dann denken sie sicher, das sei ein amerikanischer Soldat, der immer auf die erste Person schießt.

Leider hat sich auch immer noch keine Diskussion entwickelt, die Gewalt-Lieder der Gangsta-Rapper zu verbieten. Und leider auch noch nicht ein Verbot für lautes Musik hören in der öffentlichkeit. Das wären mal Themen, die der Menschheit helfen würde, vor allem das Letztere.


netcup.de Counterservice